Deutsche Post World Net mit gutem Auftaktquartal 2007


16 Mai 2007 [10:15h]     Bookmark and Share



Die Deutsche Post World Net konnte ihr EBIT im ersten Quartal 2007 um 8,7 Prozent auf 998 Millionen Euro steigern und ist damit gut in das Jahr gestartet. Der Umsatz legte um 4,4 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zu.

Der Konzerngewinn nach Minderheiten stieg ebenfalls um 4 Prozent auf 499 Millionen Euro und das Ergebnis pro Aktie belief sich auf 41 Cent im Vergleich zu 40 Cent im Vorjahreszeitraum. „Im ersten Quartal haben sich die positiven Trends aus den Vorquartalen bestätigt,“ sagte Finanzvorstand Prof. Edgar Ernst. „Dabei haben wir Zuwächse im internationalen Briefbereich verzeichnet und erhebliche Verbesserungen im Expressgeschäft erzielt“. Der Konzern bestätigte seine Prognose für einen insgesamt positiven Geschäftsverlauf mit einem EBIT vor Einmaleffekten von mindestens 3,6 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2007.

Unternehmensbereich BRIEF

Der Unternehmensbereich BRIEF erzielte im ersten Quartal eine Umsatzsteigerung von 2,9 Prozent auf 3,93 Milliarden Euro. Wie in den Vorquartalen konnten erwartete Umsatzrückgänge im nationalen Briefbereich durch Zuwächse im internationalen Briefgeschäft mehr als ausgeglichen werden. Hier war vor allem die Einbeziehung von Williams Lea zum 1. April 2006 ausschlaggebend. Das EBIT im Unternehmensbereich BRIEF ging um 10,8 Prozent auf 618 Millionen Euro zurück. Dies ist vor allem auf das Fehlen von 0,7 Arbeitstagen und die deutliche Senkung der Paketpreise im vergangenen Jahr zurückzuführen.

Unternehmensbereich EXPRESS

In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Umsatz im Unternehmensbereich EXPRESS leicht um 0,9 Prozent auf 3,33 Milliarden Euro, wobei Währungseffekte in Höhe von rund 150 Millionen Euro den Umsatzzuwachs dämpften. In Landeswährungen gerechnet erwirtschaftete der Bereich EXPRESS ein organisches Umsatzplus von 6,5 Prozent. Zuwächse erzielte der Konzern vor allem im hochmargigen internationalen Expressgeschäft. Die Regionen Europa sowie Asia/Pacific und EEMEA verzeichneten dabei hohe Zuwachsraten. In der Region Americas konnte in lokalen Währungen ein Umsatzzuwachs von 3,2 Prozent erzielt werden, wobei vor allem das Inlandsgeschäft in Lateinamerika stark zulegte. Der in Euro umgerechnete Umsatz in dieser Region ging um 5,6 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro zurück. Das EBIT im gesamten EXPRESS-Bereich erreichte 62 Millionen Euro nach einem Verlust von 58 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Unternehmensbereich LOGISTIK

Im Unternehmensbereich LOGISTIK stieg der Umsatz im ersten Quartal um 6,1 Prozent auf 6,22 Milliarden Euro. Zusätzlich zu negativen Wechselkurseffekten von 174 Millionen Euro schlug der Verkauf mehrerer kleinerer Unternehmen mit 32 Millionen Euro negativ zu Buche. Rein organisch stieg der Umsatz um 9,6 Prozent. Das Geschäftsfeld DHL Global Forwarding erzielte einen Umsatz von 2,19 Milliarden Euro, 1,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Ursachen für den Rückgang waren Währungseffekte sowie gesunkene Frachtraten in einigen Regionen. Im Geschäftsbereich DHL Exel Supply Chain legte der Umsatz deutlich und zwar um 12 Prozent auf 3,19 Milliarden Euro zu, was wesentlich auf den Zehn-Jahres-Vertrag mit der britischen Gesundheitsbehörde NHS zurückzuführen ist. Das Geschäftsfeld DHL Freight steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 0,7 Prozent auf 917 Millionen Euro. Das EBIT im Unternehmensbereich LOGISTIK belief sich im Berichtszeitraum auf 214 Millionen Euro im Vergleich zu 157 Millionen Euro im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Der Anstieg um 36 Prozent war durch den Verkauf des Entsorgungsdienstleisters Vfw AG geprägt, der einen einmaligen Ertrag von 59 Millionen Euro einbrachte. Unter Berücksichtigung der gegenüber dem Vorjahr höheren Integrationskosten verlief die Geschäftsentwicklung erwartungsgemäß.

Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN

Der Bereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN, der hauptsächlich die Deutsche Postbank abbildet, erzielte im ersten Quartal ein Umsatzplus von 5,2 Prozent auf 2,48 Milliarden Euro. Das EBIT stieg um 10 Prozent auf 242 Millionen Euro. Die Deutsche Postbank hat bereits am 14. Mai ihre Ergebnisse separat vorgelegt.

Unternehmensbereich SERVICES

Der Bereich SERVICES bündelt die Bereiche Global Business Services, Corporate Center sowie die Filialen der Deutschen Post. Außerdem werden in diesem Segment Erträge und Aufwendungen der Deutschen Post AG ausgewiesen, die nicht operativer Natur sind. Das EBIT betrug minus 134 Millionen Euro gegenüber minus 94 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Hauptgründe für die Verschlechterung waren die im Vorjahreszeitraum verbuchten Einmalerträge aus dem Schiedsgerichtsverfahren mit der Deutschen Telekom sowie dem Verkauf der McPaper AG.

Ausblick

Für das Gesamtjahr 2007 erwartet der Konzern nach wie vor ein EBIT vor Einmaleffekten von mindestens 3,6 Milliarden Euro.

Für den Unternehmensbereich BRIEF rechnet der Konzern in diesem Jahr mit einem stabilen bis leicht steigenden Umsatz, dabei wird auch weiterhin erwartet, dass Umsatzverluste im nationalen Briefgeschäft durch die übrigen Geschäftsfelder mehr als ausgeglichen werden. Das EBIT sollte um rund 2 Milliarden Euro stabil bleiben. Im Unternehmensbereich EXPRESS geht der Konzern für das Jahr 2007 von einem EBIT von mindestens 400 Millionen Euro aus. Darin enthalten sind Aufwendungen für das neue Drehkreuz Leipzig/Halle. Im Unternehmensbereich LOGISTIK rechnet der Konzern mit einem EBIT-Anstieg von rund 15 Prozent. Der Ertrag aus dem Verkauf der Vfw AG ist hierin noch nicht enthalten. Bei den FINANZ DIENSTLEISTUNGEN wird erwartet, dass das EBIT um mindestens 5 Prozent ansteigt. Für den SERVICES-Bereich wird weiterhin ein EBIT von rund minus 700 Millionen Euro vorhergesagt.


Adresse
www.dpwn.de







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