Siemens stärkt metallurgischen Anlagenbau durch Ausbau des Service-Angebots


16 Mai 2007 [07:44h]     Bookmark and Share



Siemens stärkt den metallurgischen Anlagenbau mit dem Ausbau des weltweiten Serviceangebots sowie mit Dienstleistungen zur Modernisierung.

„Die Leistungsverbesserung der Anlagen mit dem Ziel einer höheren Produktivität wird einen wesentlichen Beitrag leisten, die weltweit weiter steigende Nachfrage nach Stahlerzeugnissen zu befriedigen”, sagte Dr. Richard Pfeiffer, Leiter des weltweiten Geschäfts von Metals Technologies im Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S). Der für die kommenden Jahre geplante Neubau von Anlagen vor allem in China, Indien, Russland und Brasilien wird nur teilweise zur Deckung dieses Bedarfs beitragen. In den USA und Europa werden Produktionssteigerungen durch die Modernisierung der bestehenden Anlagen erreicht. Siemens unterstützt diesen Trend mit seinem Lifecycle-Service-Angebot: „Wir werden unser Portfolio dementsprechend weiter ausbauen und damit unsere führende Position stärken”, sagte Pfeiffer. Innerhalb der kommenden Jahre soll dieses Segment bereits zu einem Drittel am Gesamtumsatz von Siemens Metals Technologies beitragen.

Mit Anlagen- und Verfahrenslösungen, aufeinander abgestimmten Produkten und Lifecycle-Services erfüllt Siemens die Voraussetzung, um die gesamte Produktionskette der Eisen- und Stahlerzeugung zu optimieren – vom Erzabbau bis hin zum Walzen und Behandeln des Stahlblechs für die Automobilindustrie. „Mittelfristig wird der Neubau von Anlagen zurückgehen”, sagte Pfeiffer. Siemens stellt sich darauf ein, dass bei einer Anlagenlebenszeit von bis zu 30 Jahren die Integration neuer Verfahren und Prozesstechnologien in bestehende Anlagen sowie innovative Automatisierungslösungen dazu beitragen werden, den weltweit weiter steigenden Bedarf an Stahl und Eisen auch bei einer rückläufigen Zahl von Neuanlagen zu liefern.

Mit einem Auftragseingang von 2,6 Mrd. EUR. (Vorjahr: 2,3 Mrd. EUR.) und einem Auftragsbestand von 2,7 Mrd. EUR. konnte das I&S-Geschäftsgebiet Metals Technologies im Geschäftsjahr 2006 (30. September) seine weltweit führende Stellung am Markt weiter ausbauen. Zu je 30% trugen die Regionen Asien/Pazifik und Europa zum Auftragseingang bei. Je 20% entfielen auf Nord- und Südamerika bzw. den Mittleren Osten und Russland. Der in den kommenden Jahren erwartete Rückgang im Neuanlagengeschäft wird vor allem durch das Geschäft mit „Lifecycle Services” kompensiert, dessen Anteil am Umsatz sich bis 2010 auf rund ein Drittel verdoppeln soll. Durch die zunehmende Nachfrage im Modernisierungsgeschäft soll auch bis 2010 der Umsatzanteil mit elektrotechnischen Produkten deutlich auf rund 30% steigen.

Mit dem Ausbau des Servicegeschäfts reagiert Siemens auch auf die Konsolidierung der Stahlhersteller am Weltmarkt. „Die zehn größten Unternehmen werden ihren gegenwärtigen Anteil von rund 28% an der Weltstahlproduktion bis zum Jahr 2010 auf rund 50% steigern und 2015 einen Anteil von zwei Dritteln erreichen”, prognostiziert Pfeiffer. Mit der Akquisition der Voest Alpine Industrieanlagenbau im Sommer 2005 hat Siemens sein Anlagengeschäft mit Automatisierungs- und elektrotechnischen Lösungen um mechanische und Verfahrenslösungen erweitert und sich ein Marktpotenzial von 45 Mrd. EUR erschlossen. „Wir bieten heute den Eisen- und Stahlproduzenten Optimierungspotenziale für deren gesamte Wertschöpfungskette wie kein anderes Unternehmen am Markt”, betonte Pfeiffer. Metals Technologies entwickle dafür innovative Verfahren und Anlagenlösungen und verfüge zugleich mit Siemens über ein Netzwerk, mit dem weltweit jedes Unternehmen vor Ort betreut werden könne.

Nach der Übernahme der Voest Alpine Industrieanlagenbau hat I&S im Oktober 2006 das Geschäftsgebiet Metals Technologies mit 7.500 Mitarbeitern und Projekten in über 50 Ländern neu strukturiert. Die bisherigen Schwerpunkte beider Unternehmen, Iron&Steelmaking sowie Rolling & Processing, wurden zusammengeführt und um das Tagebau-Geschäft ergänzt. Damit liegt die Betreuung des gesamten Produktionsprozesses vom Erzabbau bis zur der Eisen- und Stahlerzeugung in einer Hand. Für Dienstleistungen und Modernisierung in allen Segmenten weltweit ist der neue Geschäftszweig „Metals & Mining Services” verantwortlich. „Wir sind damit in der Lage”, so Pfeiffer, „unseren Kunden individuelle Lösungen zu bieten, die auf Standardprodukten und Systemen aufbauen. Unsere Erfahrung bei der Planung, Inbetriebnahme und Modernisierung der weltweit größten installierten Basis ist zugleich auch die beste Voraussetzung, die Verfahrensprozesse zu optimieren und den Unternehmen wettbewerbsfähige Produktionsanlagen zur Verfügung zu stellen”.

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) ist der System- und Lösungsintegrator für Anlagen der Industrie und Infrastruktur und weltweiter Dienstleister für das Anlagengeschäft von der Planung und der Errichtung über den Betrieb und den gesamten Lebenszyklus. I&S nutzt dafür eigene Produkte und Systeme sowie Verfahrenstechnologien, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in den Branchen Metallurgie, Wasseraufbereitung, Zellstoff und Papier, Öl und Gas, Schiffbau, Tagebau sowie Flughafenlogistik, Postautomatisierung, Straßenverkehrstechnik und Industrielle Dienstleistungen zu steigern. Bei einem Umsatz von 8,819 Milliarden Euro nach U.S. GAAP beschäftigte I&S im Geschäftsjahr 2006 (30. September) weltweit 36.200 Mitarbeiter.

Weitere Informationen und Download unter: http://www.industry.siemens.de


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