Folgeauftrag aus China: Siemens liefert umweltverträgliche Technologie für weltgrößte Fabrik zur Herstellung von Polypropylen aus Kohle


09 Mai 2007 [12:30h]     Bookmark and Share



Siemens Power Generation (PG) hat aus China einen Folgeauftrag zur Lieferung von drei so genannten Flugstromvergasungsreaktoren mit einer thermischen Leistung von jeweils 500 Megawatt (MW) erhalten. Auftraggeber ist die Shenhua Ningxia Coal Industry Group (SNCG), eine Tochtergesellschaft der Shenhua Group, des größten chinesischen Kohleproduzenten.

Die Reaktoren sind für die weltweit größte Fabrik zur Herstellung von Polypropylen aus Kohle bestimmt, die SNCG in Lingwu City in der Provinz Ninxia errichtet.

Anfang 2007 hatte SNCG bereits zwei 500-MW-Vergasungsreaktoren bestellt, die Anfang 2009 in Betrieb gehen. Nach der kompletten Fertigstellung Ende 2009 wird die neue Fabrik jährlich 520 000 Tonnen des Kunststoffs Polypropylen aus Kohle gewinnen.

Kohle ist preiswert sowie weltweit noch lange verfügbar und wird deshalb in Zukunft eine zunehmende Rolle spielen. „Vor diesem Hintergrund gewinnen Verfahren wie die Kohlevergasung oder -verflüssigung an Bedeutung“, erklärte Martin Pfund, Leiter des Geschäftszweigs Fuel Gasification der Siemens Power Generation. Im vergangenen Jahr hatte Siemens deshalb sein Kraftwerksgeschäft um Produkte und Lösungen zur Kohlevergasung durch die Übernahme der Technologie- und Engineering-Aktivitäten der Sustec-Gruppe ergänzt. Der Siemens-Bereich sicherte sich damit nicht nur eine Schlüsseltechnologie für die schadstoffarme Stromerzeugung aus Kohle, sondern auch für die Herstellung von synthetischen Treibstoffen und chemischen Produkten aus diesem Energieträger. Der Siemens-Geschäftszweig Fuel Gasification mit 65 Mitarbeitern hat seinen Sitz im sächsischen Freiberg. „Der Auftrag aus China ist eine wichtige Referenz für unsere neuentwickelte Generation von Vergasungsreaktoren der 500-MW-Leistungsklasse“, ergänzte Pfund.

China verfügt nach den USA und Russland auch über die größten Kohlevorräte weltweit und deckt 70 Prozent seiner Stromproduktion mit Kohle. Angesichts des rasch steigenden Energieverbrauchs und der gleichzeitig unzureichenden Erdöl- und Gasvorkommen im Lande setzt China verstärkt auf diesen Energieträger. Kohle dient dabei nicht nur zur Stromerzeugung, sondern zunehmend auch zur Herstellung von Synthesegasen oder als Kohlenstofflieferant für die chemische Industrie.

Der Bereich Power Generation (PG) der Siemens AG ist eines der führenden Unternehmen im internationalen Kraftwerksgeschäft. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Siemens PG nach U.S. GAAP einen Umsatz von mehr als 10 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von 12,5 Mrd. EUR. Das Bereichsergebnis betrug 782 Mio. EUR. Siemens PG beschäftigte zum 30. September 2006 weltweit rund 36.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.siemens.de/powergeneration


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