LBBW-Chef Jaschinski mit „Mund-auf“-Preis ausgezeichnet


02 Apr 2007 [07:45h]     Bookmark and Share


LBBW-Chef Jaschinski mit „Mund-auf“-Preis ausgezeichnet

LBBW-Chef Jaschinski mit „Mund-auf“-Preis ausgezeichnet


Neuer Träger des Preises „Mund auf“ ist der Vorstandsvorsitzende
der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) Siegfried Jaschinski.

In Karlsruhe zeichnete die Akademie für zahnärztliche Fortbildung am Samstag den 52-jährigen Bankier für sein Engagement zugunsten deutscher Unternehmen im Zeitalter der Globalisierung aus. Vor 1200 geladenen Gästen sprach sich Jaschinski für eine engere Partnerschaft zwischen Banken und der deutschen Wirtschaft aus. Er forderte die Banken auf, das richtige Maß zu finden, um die Wertschöpfung unserer Volkswirtschaft voran zu bringen und gleichzeitig Verkrustungen zu vermeiden. Jaschinski erhielt den seit 1983 ausgelobten Preis, der ein engagiertes und offenes Wort zum Wohle der künftigen Gesellschaft fördern will. Den Preis hatte der vor kurzem verstorbene Akadamieleiter Michael Heners geschaffen. Zum Karlsruher Vortrag waren zuvor unter anderem der NATO-Generalsekretär Joseph Luns, der Kardinalstaatssekretär Agostino Kardinal Casarolli, der israelische Präsident Yitzhak Navon, die Putin-Kritikerin Lilia Shevtsova und der Friedens-Nobelpreisträger, den Direktor des Internationalen Atom-Energie-Organisation (IAEO), Mohamed ElBaradei, gekommen.

Jaschinski sagte, er beobachte mit Sorge, dass die deutschen Unternehmen zunehmend in Gefahr geraten könnten, „der Speerspitze eines einzig und allein der kurzfristigen Gewinnmaximierung verpflichteten Kapitalismus anheim zu fallen“. Dieses Risiko vergrößerten die im internationalen Vergleich noch immer recht niedrige Börsenkapitalisierung und der laufende Generationswechsel insbesondere im deutschen Mittelstand. Die Neuausrichtung der Bankinstitute hin zu Investment Banking lasse die alten Beziehungen zwischen Banken und Unternehmen lose werden. „Im Sinne einer echten Hausbankbeziehung, die den Kredit als Fundament hat und daneben auch mit Beteiligungen verbinden kann, brauchen wir wieder eine engere Partnerschaft aus Banken und Unternehmen“, sagte Jaschinski. Der LBBW-Chef machte sich stark für ein weiteres großes Bankinstitut in Deutschland. „Der Vergleich mit europäischen Wettbewerbern zeigt, dass wir in Deutschland neben der Deutschen Bank ein weiteres großes Institut brauchen, das international mithalten kann.“ Frankreich, Spanien und Großbritannien hätten zwei bis drei solcher Banken. Diese könnten im Zeitalter der Globalisierung im internationalen Konzert mithalten und ihre heimische Wirtschaft adäquat begleiten.

Quelle: obs/IZZ Informationszentrum Zahngesundheit


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