Sibag Smart von Siemens – Neues modulares Gepäckfördersystem für kleinere Flughäfen


28 Mrz 2007 [08:30h]     Bookmark and Share


Sibag Smart von Siemens – Neues modulares Gepäckfördersystem für kleinere Flughäfen

Sibag Smart von Siemens – Neues modulares Gepäckfördersystem für kleinere Flughäfen


Mit der Lösung Sibag Smart bietet Siemens Industrial Solutions and Services (I&S) ein modulares, vorinstalliertes Gepäckfördersystem an, das speziell für den Einsatz auf Flughäfen mit einem jährlichen Passagieraufkommen von bis zu vier Millionen Fluggästen geeignet ist.

Siemens präsentierte Sibag Smart erstmals auf der diesjährigen Passenger Terminal Expo in Barcelona.

Der Bedarf an automatisierten Lösungen gegenüber einem rein manuellen Gepäcktransport steigt auch für kleinere Flughäfen. Zum einen durch das weiter steigende Passagieraufkommen, zum anderen durch höhere Anforderungen an die Sicherheitseinrichtungen und den vermehrten Einsatz integrierter Durchleuchtungsstationen zur Gepäckkontrolle. Kundenzufriedenheit steht ebenfalls mehr im Fokus: Wartezeiten sollen verkürzt und Schäden am Gepäck vermieden werden. Aber auch die Verkürzung von Umsteigezeiten (minimum connecting time) kommt in Betracht, denn kleinere Flughäfen werden verstärkt als so genannte Mini-Drehkreuze (Hubs) genutzt.

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Das neue Sibag Smart-Gepäckfördersystem von Siemens I&S ist speziell auf die Anforderungen von kleineren Flughäfen ausgerichtet. Kennzeichnend ist der modulare Aufbau aller Systemkomponenten. Daraus lässt sich schnell eine Lösung konzipieren, die sich auf standardisierte Bausteine stützt, aber so flexibel gestaltet ist, sämtliche kundenspezifischen Anforderungen abzudecken. Sibag Smart enthält alle Funktionalitäten, die für eine vollständige Gepäckbehandlung notwendig sind: Check-in-Bereich, Transportbänder, die Integration einer Gepäckdurchleuchtungsstation, Gepäckbereitstellung zur Verladung (make-up) wie Karusselle oder Pier-Bänder, sowie Karusselle für ankommendes Gepäck. Alle Komponenten sind im Werk vorinstalliert und getestet. Dadurch werden Installationszeiten vor Ort verkürzt („plug and convey“). Eine modulare Anlage lässt sich so je nach Größe in wenigen Monaten komplett installieren. Zudem erlaubt das modulare Konzept eine schrittweise Erweiterung ohne lange Projektvorlaufzeiten, sollte das Passagieraufkommen zunehmen. Eine komplexe Materialfluss-Steuerung, wie bei Großanlagen üblich, ist nicht notwendig. Die Anlage wird von einer einfachen, ebenfalls modularen Software gesteuert, die alle erforderlichen Funktionalitäten abdeckt. Durchsatzraten von bis zu 1.500 Gepäckstücken pro Stunde je installierter Linie können mit Sibag Smart erreicht werden.

Die mechanische Basis des Gepäckfördersystems ist ein Spektrum an Gurtförderern. Check-in-Bänder, verbindende Fördertechnik (Variobelt), aber auch die Karusselle von Siemens enthalten eine besonders große Anzahl von Gleichteilen. Der Ersatzteilbedarf wird damit auf ein Minimum reduziert.

Das Gepäckfördersystem verfügt über ein modernes Visualisierungssystem auf Basis Siemens WinCC und ermöglicht einen einfachen Betrieb der Anlage. Optional sind auch Statistikfunktionen sowie Diagnosehilfen zur präventiven Wartung einsetzbar. Die elektrische und steuerungstechnische Ausrüstung ist exakt aufeinander abgestimmt und besteht ausschließlich aus Siemens-Komponenten wie Simatic-Sensoren, Simodrive-Antriebssystemen, Motorstartern ET200 und Micromaster sowie Simatic S7-Steuerungstechnik und Profibus-Netzwerk. Alle Fördertechnik-Komponenten sind mit Antriebs- und Steuerungstechnik ab Werk vorinstalliert.

Das neue Gepäckfördersystem zeichnet sich durch einen sehr geringen Wartungsaufwand aus. Durch das weltweit flächendeckende Service-Netzwerk von Siemens sind kurze Reaktionszeiten im Wartungsfall sichergestellt.

Sibag Samrt wird zunächst in Europa und dem Nahen und Mittleren Osten eingesetzt.

Hintergrundinformation für die Redaktionen:
Die Flughäfen boomen. Eine schnelle Gepäckabfertigung ist eine wesentliche Komponente für einen reibungslosen Betrieb auf allen Flughäfen. Die jährliche Zuwachsrate an Passagieren beträgt weltweit über fünf Prozent. Besonders Flughäfen mit einem jährlichen Passagieraufkommen von bis zu vier Millionen Fluggästen verzeichnen Steigerungsraten zwischen sechs und elf Prozent. Vor allem diese kleineren und mittelgroßen Flughäfen müssen ihre Kapazitäten für die Gepäckabfertigung erweitern. Anders als bei lang laufenden Großprojekten sind aber kurze Planungs- und Realisierungszeiten notwendig. Auch müssen die Anlagen mit geringem Wartungsaufwand zu betreiben sein. Die Durchsatzraten an Gepäck stehen bei diesen Flughäfen nicht im Vordergrund.
Bei Großflughäfen und Drehkreuzen dagegen sind riesige Mengen an Koffern stündlich auf viele Flugzeuge und ankommende Fluggäste zu verteilen. Auch die Anzahl von Transfergepäck, das schnell sortiert werden muss, ist hoch. Zudem sind Gepäckförderanlagen, die meistens im Zuge von Erweiterungen der großen Flughäfen geplant werden, individuell zu konzipieren und haben in der Regel eine mehrjährige Projektlaufzeit.


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