Siemens: Ausrüstungsauftrag für das 150. U-Boot


06 Mrz 2007 [10:12h]     Bookmark and Share



Bundesmarine bestellt zwei weitere Unterseeboote mit Siemens-Brennstoffzellen-Technologie

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) rüstet für die Bundesmarine zwei neue Unterseeboote des Typs U 212A mit modernster Antriebs- und Leittechnik aus. Mit diesem Auftrag steigt die Anzahl der von verschiedenen Marinen bei Siemens in den vergangenen 50 Jahren beauftragten Unterseebootausrüstungen auf 150. Die Übergabe der beiden Boote an die Bundesmarine ist für 2012 bzw. 2013 vorgesehen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 55 Mio. EUR.

Die U-Boote werden bei den Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW) in Kiel und bei den Nordseewerken GmbH in Emden gebaut. Beide Unternehmen gehören zu ThyssenKrupp Marine Systems. Der Auftrag für Siemens umfasst die Lieferung eines permanentmagnet-erregten Synchronmotors vom Typ Permasyn, PEM (Polymer Elektrolyt Membran)-Brennstoffzellen als Kernkomponente des außenluftunabhängigen Antriebs, Schaltanlagen sowie das schiffstechnische Automatisierungssystem. Die eingesetzten Lösungen und Systeme sind Bestandteil der speziell für Unterseeboote entwickelten Produktfamilie Sinavy SUB.

Die Elektronantriebe mit Permasyn-Motoren für Gleichstromversorgung zeichnen sich durch extrem niedrige Signatur, hohe Verfügbarkeit, kompakte Bauweise und einfache Bedienbarkeit aus. Ein PEM-Brennstoffzellen-System übernimmt die Energieversorgung und ermöglicht so den außenluftunabhängigen Antrieb (Air Independent Propulsion, AIP) der Boote bei Tauchfahrt. Das AIP-System stammt von HDW, Siemens stellt dafür die Brennstoffzellen-Module sowie die Steuer- und Überwachungseinrichtungen zur Verfügung. Das integrierte Automatisierungssystem steuert, überwacht und koordiniert die gesamte Schiffstechnik. Die Bedienung und Beobachtung erfolgt zentral vom Leitstand aus. Dadurch wird der Operateur von Routineaufgaben entlastet, der Betrieb der U-Boote erleichtert und deren Sicherheit und Zuverlässigkeit erhöht. Zum Lieferumfang gehören auch U-Boot spezifische Gleichspannungs-Schaltanlagen und eine elektronische Dokumentation.

Die von Siemens gelieferte Ausrüstung ist die derzeit modernste verfügbare Technologie für nicht-nukleare U-Boote. In den vergangenen Jahren hatte Siemens bereits Aufträge mit dieser Technologie für die Marinen Deutschlands, Italiens, Griechenlands, Koreas und Portugals erhalten: Zurzeit sind insgesamt 17 konventionelle U-Boote mit außenluftunabhängigem Antrieb und Permasyn-Motor beauftragt, im Bau oder bereits in Dienst gestellt. Alleine für die Bundesmarine sind derzeit vier Boote des mit Siemens-Technik ausgestatteten Typs U 212A im Einsatz bzw. kurz vor der Übergabe.

Weitere Informationen unter: http://www.siemens.de/marine

Ein Bild ergänzt diese Pressemitteilung. Sie finden das Bildmotiv im Internet unter:
http://www.industry.siemens.com/data/presse/pics/01075919.jpg

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) ist der System- und Lösungsintegrator für Anlagen der Industrie und Infrastruktur und weltweiter Dienstleister für das Anlagengeschäft von der Planung und der Errichtung über den Betrieb und den gesamten Lebenszyklus. I&S nutzt dafür eigene Produkte und Systeme sowie Verfahrenstechnologien, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in den Branchen Metallurgie, Wasseraufbereitung, Zellstoff und Papier, Öl und Gas, Schiffbau, Tagebau sowie Flughafenlogistik, Postautomatisierung, Straßenverkehrstechnik und Industrielle Dienstleistungen zu steigern. Bei einem Umsatz von 8,819 Milliarden Euro beschäftigte I&S im Geschäftsjahr 2006 (30. September) weltweit 36.200 Mitarbeiter.

Weitere Informationen und Download unter: http://www.industry.siemens.de


Adresse
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