Siemens: Tangshan Guofeng bestellt erneut Automatisierung für Warmwalzwerk


28 Feb 2007 [10:14h]     Bookmark and Share



Siemens-Technik weiter erste Wahl in China

Metals Technologies (MT), ein Geschäftsgebiet des Siemens-Bereichs Industrial Solutions and Services (I&S), hat von der chinesischen Tangshan Guofeng Co. Ltd. den Auftrag erhalten, auch deren zweites Warmbreitbandwalzwerk am Standort Tangshan mit Automatisierungstechnik auszurüsten. Dazu gehören die komplette Basis- und Prozessautomatisierung sowie das Visualisierungssystem. Ein ebenfalls im Lieferumfang enthaltenes neues Bandkühlungsmodell ermöglicht die effiziente Produktion qualitativ hochwertiger Stahlsorten. Die Inbetriebnahme der Automatisierung des neuen Walzwerks ist für Januar 2008 geplant, dass erste Coil soll Ende März 2008 gewalzt werden.

Die Tangshan Guofeng Co. Ltd. betreibt im rund 200 Kilometer östlich von Peking gelegenen Tangshan, Provinz Hebei, einen Produktionskomplex, dessen Kapazität von heute rund 4,4 Millionen Tonnen Roheisen und Rohstahl pro Jahr in den nächsten Jahren auf 8,8 Millionen Tonnen verdoppelt werden soll. Das neue, zweite Warmwalzwerk ist für die Produktion von qualitativ hochwertigem Warmbandstahl bis zu einer Breite von 1430 Millimetern ausgelegt und kann jährlich bis zu drei Millionen Tonnen Warmband erzeugen.

Siemens liefert die Basis- und Prozessautomatisierung ab der Ofenaustrittsseite für das Reversier-Vorgerüst mit hydraulischem Staucher, eine Coilbox, die 7-gerüstige Fertigstraße mit Arbeitswalzenschiebe- und -biegeeinrichtungen, die Laminarkühlstrecke und die beiden Haspel inklusive Bundabtransport. Die technologischen Regelungen sowie die Prozessmodelle für die einzelnen Walzstraßenabschnitte sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Integrierte Bedien- und Beobachtungssysteme mit komfortablen Prozess- und Anlagediagnosefunktionen erleichtern den Anlagenbetrieb.

Wesentlicher Bestandteil der Automatisierungslösung ist das neue Bandkühlungsmodell von Siemens, das auf einer physikalischen Beschreibung der thermodynamischen Vorgänge während der Kühlung basiert. Die Berechnung von Temperaturverläufen und Phasenanteilen entlang des gesamten Bandes erfolgt in Echtzeit. Die aktuellen Daten werden an eine modellprädikative Kühlstreckenregelung übergeben. Damit lässt sich der gesamte zeitliche Verlauf der Bandkühlung präzise kontrollieren. Dies gewährleistet nicht nur eine gleich bleibende Qualität über das gesamte Band. Auch die jeweils geforderten metallurgischen Eigenschaften des Stahls lassen sich zuverlässig innerhalb enger Toleranzen erreichen. Dies ermöglicht die effiziente Produktion von qualitativ hochwertigen Stahlsorten.

Alle eingesetzten Komponenten und Systeme sind Bestandteile des integrierten Lösungskonzepts Siroll HM für Warmwalzwerke. Die Automatisierung zeichnet sich durch einen hohen Standardisierungsgrad aus. Dies sorgt für einen schnellen Produktionshochlauf und hohe Anlagenverfügbarkeit. Siemens ist auch für die Montageüberwachung und Installation der gelieferten Systeme sowie deren Inbetriebnahme verantwortlich. Die mechanische Ausrüstung und die Antriebstechnik des Warmwalzwerks werden von chinesischen Firmen beigestellt. Dabei kommen vornehmlich Siemens-Komponenten zum Einsatz.

Das erste Warmwalzwerk des Unternehmens ging Anfang 2006 in Betrieb. Bereits hierfür hatte Siemens die komplette Automatisierungstechnik geliefert. Die reibungslose Inbetriebnahme sowie die positiven Betriebserfahrungen von Tangshan Guofeng waren wesentliche Gründe für die erneute Auftragsvergabe an Siemens.

Weitere Informationen über Lösungen für Stahlwerke, Walzwerke und Behandlungslinien unter: http://www.siemens.de/metals

Metals Technologies (MT), ein Geschäftsgebiet des Siemens-Bereichs Industrial Solutions and Services (I&S), ist eines der weltweit führenden Engineering- und Anlagenbauunternehmen für die Eisen- und Stahlindustrie, den Flachwalzsektor der Aluminiumindustrie sowie im Tagebaugeschäft. MT, entstanden aus der Integration der Voest-Alpine Industrieanlagenbau, Linz, Österreich, mit dem elektrotechnischen Produktgeschäft und Automatisierungslösungen von Siemens, bietet ein umfassendes Leistungsspektrum für metallurgische Prozesse, Automationslösungen und Dienstleistungen für den gesamten Anlagenlebenszyklus an.

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) ist der System- und Lösungsintegrator für Anlagen der Industrie und Infrastruktur und weltweiter Dienstleister für das Anlagengeschäft von der Planung und der Errichtung über den Betrieb und den gesamten Lebenszyklus. I&S nutzt dafür eigene Produkte und Systeme sowie Verfahrenstechnologien, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in den Branchen Metallurgie, Wasseraufbereitung, Zellstoff und Papier, Öl und Gas, Schiffbau, Tagebau sowie Flughafenlogistik, Postautomatisierung, Straßenverkehrstechnik und Industrielle Dienstleistungen zu steigern. Bei einem Umsatz von 8,819 Milliarden Euro beschäftigte I&S im Geschäftsjahr 2006 (30. September) weltweit 36.200 Mitarbeiter.

Weitere Informationen und Download unter: http://www.industry.siemens.de


Adresse
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