Aufsicht muss nah an den Märkten bleiben


09 Apr 2008 [09:05h]     Bookmark and Share



Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) begrüßt den Einsatz der EU-Finanzminister für eine stärkere Kooperation der nationalen Aufsichtsbehörden der einzelnen Länder.

„Entscheidend ist, dass die Aufsicht nah an den Märkten bzw. an den kreditwirtschaftlichen Instituten bleibt. Dies ist nur bei einer nationalen Aufsicht gegeben, die das jeweilige Rechtssystem entsprechend anwenden und auslegen kann“, so der Präsident des DSGV, Heinrich Haasis, gestern in Berlin.

Die Diskussion über die Entwicklung der Aufsichtsstrukturen könne sich nun stärker an den Bedürfnissen der unterschiedlichen europäischen Märkte ausrichten. Haasis erteilte damit Vorstellungen, Schritte hin zu einer europäischen Zentralaufsichtsbehörde zu unternehmen, eine Absage. Er wies darauf hin, dass sich das bestehende Aufsichtssystem grundsätzlich bewährt habe.
Gerade die aktuelle Finanzmarktkrise mache deutlich, dass Flexibilität, Reaktionsfähigkeit und Marktkenntnis für die Stabilität der Finanzmärkte erforderlich sei. „Wir können die aktuellen Probleme nur bewältigen, wenn wir weiter den unterschiedlichen Aufsichtskulturen und gewachsenen Aufsichtspraktiken Rechnung tragen. Europäische Lösungen müssen auf den heutigen Grundlagen aufbauen und sollten daher die Stärkung der Konvergenz der nationalen Aufsichtspraktiken zum Ziel haben.“ Es sei wünschenswert, dass der Einsatz der Bundesregierung für diese Lösung von allen kreditwirtschaftlichen Gruppen unterstützt werde.


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