Microsoft mit neuen Entwicklerressourcen und Tools für Barrierefreiheit


18 Mrz 2008 [09:48h]     Bookmark and Share



Microsoft hat mit dem englischsprachigen Accessibility Developer Center eine neue Online-Ressource sowie zwei neue Open Source-Tools zur Entwicklerunterstützung beim Erstellen und Testen barrierefreier und assistierender Technologieprodukte veröffentlicht. Sie erleichtern es jedermann – einschließlich Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen –, Computer und andere Geräte wahrnehmen und bedienen zu können.

Die steigende Nachfrage nach einfacherer Bedienbarkeit, hervorgerufen durch das rasch steigende Durchschnittsalter von Technologieanwendern, aber auch durch Menschen, die unterstützende Technologien zur Steigerung von Komfort und Produktivität einsetzen, führt zu einer Notwendigkeit von mehr Informationsressourcen und besseren, weiterentwicklungsfähigen Testwerkzeugen für Entwickler.
 
„Wir unterstützen das Entstehen einer neuen Community von Entwicklern mit Schwerpunkt auf Zugänglichkeit. Und fördern dabei die Möglichkeiten, die Entwicklern weltweit zur Verfügung stehen, um besser zugängliche Desktop-, Server- und Webanwendungen zu erstellen“, sagt Norm Hodne, Windows Accessibility Teamleiter bei Microsoft. „Microsoft ist seit mehr als 20 Jahren führend im Bereich der Bedienbarkeit, sowohl bei unseren eigenen Produkten wie auch bei der Bereitstellung von Technologien, mit denen andere Entwickler ihre Produkte einfacher gestalten können. Die heutige Ankündigung ist ein weiteres Beispiel unseres langfristigen Engagements in diesem Umfeld.“
 
Eine neue Entwickler-Community und Testwerkzeuge 
 
Die neue Website „Microsoft Accessibility Labs“ (http://msdn2.microsoft.com/de-de/accessibility) ist Teil des Accessibility Developer Centers im Microsoft Developer Network MSDN, (http://www.msdn-online.de). Sie soll Entwicklern Unterstützung durch Ressourcen von technischen Inhalten bis hin zu Prototypen bieten und zudem den dynamischen Kontakt zwischen Entwicklern, Forschern und Anwendern barrierefreier Technologien fördern.
 
Zwei neue Tools, „UI Accessibility Checker“ (AccChecker) und „UI Automation Verify“ (UIA Verify), helfen Entwicklern beim Test barrierefreier Implementierungen und Funktionalitäten auf Basis von Microsoft Active Accessibility (MSAA) oder Microsoft User Interface Automation (UIA). Beide Werkzeuge sind auf CodePlex (http://www.codeplex.com) verfügbar, der Open Source-Entwicklerplattform von Microsoft.
 
Open Source-Tools: Schritt halten mit sich verändernden Anforderungen 
 
„Mit der Veröffentlichung von AccChecker und UIA Verify als Open Source-Tools“, so Hodne, „gibt Microsoft der Entwickler-Community die Mittel an die Hand, diese Werkzeuge zu verbessern und zu erweitern, so dass sie mit den sich verändernden Anforderungen der Entwickler Schritt halten können.“
 
AccChecker, der es Prüfpersonen ohne vorherige MSAA-Erfahrungen einfach macht, Probleme in MSAA-Implementierungen zu erkennen und zu korrigieren, füllt eine Lücke: Bisherige Tools liefern zwar tiefgreifende Details über MSAA-Implementierungen, nicht aber die Information, ob die Implementierung korrekt ist.
 
AccChecker verfügt über drei Modi: ein Benutzeroberflächentool für die erste Untersuchung einer Benutzeroberfläche, eine Sammlung einfacher Programmierschnittstellen (APIs) zum mühelosen Erzeugen automatisierter Tests sowie ein Kommandozeilenwerkzeug für Stapelverarbeitungen.
 
Das Benutzeroberflächentool generiert als Ergebnis der Prüfung einer Benutzeroberfläche eine Mängelliste mit Fehlern und Warnungen. Die Einzeldokumentation jedes einzelnen Mangels ermöglicht es dem Prüfer, die Ursache des Problems zu analysieren, die Auswirkungen auf Anwender mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen abzuschätzen und zu entscheiden, wie das Problem gelöst werden kann. Nachdem alle dieser Mängel behoben sind, dienen die APIs dem Erzeugen von Regressionstests. Weniger programmiererfahrene Prüfer finden im Kommandozeilentool eine Alternative, mit der sie Testabläufe über eine Stapelverarbeitung erzeugen können.
 
UIA Verify ist ein Testautomatisierungs-Framework zur Vereinfachung des ad-hoc und automatisierten Prüfens von Microsoft UI Automation-Implementierungen. Das Framework dient als Basis für Tools wie das UI Automation Test Library und Visual UIA Verify, einer grafischen Benutzeroberfläche für das Test-Framework. Diese Tools sind zudem näher an den Konzepten der UI Automation-Arbeitsgruppe der Accessibility Interoperability Alliance (http://www.accessinteropalliance.org) ausgerichtet.
 
„Diese neuen Tools sollen Entwickler in der gesamten Industrie dabei unterstützen, ihre Implementierungen zu testen und eine erleichterte Bedienbarkeit für alle Nutzer zu erreichen“, sagte Hodne. „Wir wollen, dass Entwickler über die besten Tools verfügen, um die beste barrierefreie Technologie zu kreieren. Und wir wollen, dass diese Tools mit dem sich verändernden Bedarf der Entwickler mitwachsen.“
 
Weitere Informationen
Mehr Informationen finden Sie unter:
 
 
 
Microsoft Deutschland GmbH
Die Microsoft Deutschland GmbH ist die 1983 gegründete Tochtergesellschaft der Microsoft Corporation/Redmond, U.S.A., des weltweit führenden Herstellers von Standardsoftware, Services und Lösungen mit 51,1 Mrd. US-Dollar Umsatz (Geschäftsjahr 2007; 30. Juni). Neben der Firmenzentrale in Unterschleißheim bei München ist die Microsoft Deutschland GmbH bundesweit mit sechs Regionalbüros vertreten und beschäftigt mehr als 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Verbund mit rund 33.000 Partnerunternehmen betreut sie Firmen aller Branchen und Größen. Im Mai 2003 wurde in Aachen das European Microsoft Innovation Center (EMIC) eröffnet. Es hat Forschungsschwerpunkte in IT-Sicherheit, Datenschutz, Mobilität, mobile Anwendungen und Web-Services.
 
Developer Platform and Strategy Group
Die Developer Platform & Strategy Group der Microsoft Deutschland GmbH informiert Unternehmen über aktuelle und zukünftige Microsoft .NET Software-Technologien. Ziel ist es, gemeinsam diese Technologien für neue Geschäftsmöglichkeiten, innovative Software-Architekturen und -Funktionalitäten weiterzuentwickeln. Neben dem Austausch mit Entwicklern, Architekten, Designern sowie technischen und kaufmännischen Entscheidern als auch mit Partnern wie Software-Händlern und Systemintegratoren unterstützt die Developer Platform & Strategy Group Universitäten und Hochschulen. Das Microsoft Developer Network (MSDN, www.msdn-online.de) unterstützt Entwickler mit einer Reihe von Online- und Offline-Services und liefert mit seinem umfangreichen Know-How-Fundus effiziente Hilfe, wenn es um Fragen der Anwendungsprogrammierung auf Basis von Microsoft-Produkten und –Technologien.
 

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Ansprechpartner Microsoft
Microsoft Deutschland GmbH
Barbara Steiger
Pressesprecherin Developer Platform & Strategy Group







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