SAS Gruppe: Jahresabschlussbericht Januar-Dezember 2007


11 Feb 2008 [10:26h]     Bookmark and Share


SAS Gruppe: Jahresabschlussbericht Januar-Dezember 2007

SAS Gruppe: Jahresabschlussbericht Januar-Dezember 2007


SAS Scandinavian Airlines legt auf Konzernebene aufgrund von Streiks und der Stilllegung der Q400-Flotte ein schwächeres Jahresendergebnis vor.

Frankfurt – Die weitere Fortsetzung des Strategie-Plans S11 wird im Jahr 2008 höchste Priorität haben.

Eckdaten der SAS Gruppe für den Zeitraum Januar-Dezember 2007

·   Operatives Ergebnis: 54,112 Millionen schwedische Kronen (MSEK) (51,670; +4.7%)

·   Anzahl der Passagiere:  31.2 Millionen (+2.9%)

·   Spanair ist als auslaufender Geschäftsbereich bilanziert; die Abschreibung des Firmenwertes beträgt  300 MSEK

·   Ergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten: 1,242 MSEK (727)

·   EBT-Marge vor nicht-wiederkehrenden Posten : 2.3% (1.4%)

·   Nettogewinn für den Zeitraum: 636 MSEK (4,740)

·   Ergebnis pro Aktie: 3.87 schwedische Kronen (SEK)  (28.10)

Kommentare von Mats Jansson, Präsident und Chief Executive Officer (CEO):

„Das Ergebnis während der ersten drei Quartale war aufgrund der positiven Nachfrage und der damit verbundenen vorteilhaften Verkehrs- und Ertragsentwicklung erfreulich. Das vierte Quartal war stark von der Stilllegung der Q400-Flotte und deren Ersatz durch geleaste Maschinen geprägt. Insgesamt war die Kapazität größer als der Bedarf. Dies hat zu einer geringeren Auslastung der Flugzeuge geführt und zum schwächeren Ertrag beigetragen. Aus Sicht der Kunden ist es jedoch wichtig, die Flugfrequenzen in höchst möglichem Maß aufrecht zu erhalten. Neben den unmittelbaren Auswirkungen der Q400-Flotte war das Ende des Jahres auf den europäischen Strecken generell schwächer. Dies lässt sich möglicherweise auf die Verunsicherung unserer Kunden durch die Probleme mit der Q400-Flotte sowie der Streikdrohung hinsichtlich der strukturellen Veränderungen, insbesondere von SAS Ground Services (SGS), aber auch auf die ansteigende Kapazität in bestimmten Märkten zurückführen.

Als Folge des schwachen vierten Quartals betrug das Ergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten etwas mehr als 1,2 Milliarden schwedische Kronen (SEK). Die direkten Auswirkungen der Probleme mit der Q400-Flotte auf die Erlöse beliefen sich etwa auf 700 Millionen schwedische Kronen (MSEK), wovon etwa 500 MSEK ins vierte Quartal fielen. Das Europäische Kooperationsabkommen (ECA – European Cooperation Agreement) zwischen SAS, Lufthansa und British Midland wurde in unseren Ergebnissen von 2007 mit einem Betrag von etwas mehr als 600 MSEK berechnet. Dies ist vor allem auf die schwache Ertragsentwicklung bei British Midland zurückzuführen. Das Abkommen ist jedoch Ende 2007 ausgelaufen. Darüber hinaus haben sich eine Reihe von Streiks mit einem Nettobetrag von etwas 200 MSEK auf die Ergebnisse ausgewirkt.

Im gesamten Jahr haben wir unsere Ergebnisse auf den europäischen Strecken gegenüber 2006 verbessert. Die Ergebnisverbesserungen waren die Folge einer positiven Konjunkturlage, verbesserten Konzepten, einer erfolgreichen Kontrolle und Verkehrsoptimierung sowie stetiger Kostenmaßnahmen. Die Verkehrsentwicklung auf unseren interkontinentalen Strecken war besonders in der zweiten Jahreshälfte besser. Die Ergebnisse wurden jedoch von geringeren Erlösen im Frachtbereich beeinflusst. Der Ausgliederungsprozess von Spanair ist im Gange und wird voraussichtlich während des zweiten Quartals 2008 finalisiert sein.

Die Ergebnisse von SAS Technical Services (STS) und SAS Ground Services (SGS) waren 2007 stark negativ. Als Gründe sind sowohl die Qualitätslieferung als auch Verzögerungen und Schwierigkeiten bei der Einführung eines erforderlichen Kostenprogramms anzuführen. Es ist die Entscheidung getroffen worden, die Abfertigungsfirma Spirit innerhalb von SAS Cargo sowie die Wartungsarbeiten an den Maschinen des Typs Boeing 737 Classic auszugliedern. Hinsichtlich von SGS wurde eine betriebsinterne Lösung bewilligt, vorausgesetzt, dass Kostenreduzierungen in Höhe von 400 MSEK erzielt und ein Qualitätsverbesserungsprogramm innerhalb von 18 Monaten eingeführt werden.

Wir verfolgen die schwächere Entwicklung am Ende von 2007 und die vorhergesehene Dämpfung der Konjunktur mit ernsthaftem Blick. Des Weiteren beobachten wir die besonders aufgrund von kulturellen Problemen verspätete Implementierung des Strategie-Plans S11 sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die Zukunft. Dies betrifft das Kostenprogramm sowie andere strukturelle Veränderungen. Parallel zu der Einführung des Strategie-Plans S11, in dem der Richtungswechsel in der Firmenkultur eine Schlüsselrolle spielt, konzentrieren wir uns darauf, das Vertrauen unserer Kunden zurückzugewinnen, die Kapazität entsprechend anzupassen sowie einen Ausgleich für die extrem hohen Kerosinpreise zu sichern. Nach unserer Einschätzung werden wir auch im Jahr 2008 negative Auswirkungen von etwa 700 bis 800 MSEK aufgrund der Entscheidung über die Q400-Flotte verzeichnen müssen.

Bedauerlicherweise ist das Jahr 2007 von diversen negativen Ereignissen, die unsere Kunden, unsere Marke und unsere Aktionäre betrifft, gekennzeichnet. Im Jahr 2008 wird sich das Management auf die weitere Umsetzung des Strategie-Plans S11 konzentrieren und entsprechende Maßnahmen als Folge der erwarteten Konjunkturabschwächung treffen.“









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